Hochzeitsbräuche | Brautstrauß und Brautstraußwerfen

Der Brautstrauß gehört zur festen Ausstattung der Braut. Der Brauch des Brautstraußes stammt aus der Zeit der Renaissance, in der man es mit der Körperhygiene nicht so genau nahm. Damals wurden besonders intensiv duftende Brautsträuße gebunden, die dazu dienten, unangenehme Körpergerüche zu überdecken. Heute ist der Brautstrauß ein Accessoire, das vor allem einen optischen Wert als Brautschmuck hat.

Nach alter Tradition ist der Bräutigam für die Beschaffung des Brautstraußes verantwortlich. Die Braut wünscht sich oftmals ihre Lieblingsblumen oder Blumen, die zu der farblichen Ausstattung der Hochzeit passen. Vor oder in der Kirche überreicht der Bräutigam seiner Braut den Strauß.

Man kann bei der Zusammenstellung des Brautstraußes auch die Blumen sprechen lassen. Denn die verschiedenen Blumen symbolisieren bestimmte Eigenschaften:

Efeu: Treue
Lilie: Symbol für Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit, Sanftmut, sie steht für Licht und für die echte Liebe!
Rose: Leidenschaft & Liebe
Nelke: Liebe (in rot steht sie für starke Leidenschaft, in weiß für ewige Treue)
Gerbera: gilt als sonnige Blume, durch sie wird alles schöner
Orangenblüten: Keuschheit, Reinheit
Chrysanthemen: Freude und Vergnügen, Beständigkeit. Wenn sie wird in der Farbe Rot vergeben wird dann stehen alle Signale auf Liebe.
Jasmin: ewige Freundschaft und Liebe
Sonnenblume:  pure Fröhlichkeit, Spaß und menschliche Wärme
Wicken: Vergnügen
Iris: Symbol für Kreativität und unbändige Energie
Ranunkeln: Attraktivität und magische Anziehungskraft
Calla: wurde oft als Blume der Trauer angesehen, sie sollte ein Art Unsterblichkeit symbolisieren. Heute steht die Calla auch für ein elegantes Äußeres, gewissermaßen für „ich bin fasziniert von Dir“ und auch „Du bist wunderschön“
Myrte: die immergrüne Myrte ist eine besondere Hochzeitsblume. Schon in der Antike hätte sie einen festen Platz in der Hochzeitgeschichte, denn sie war der Aphrodite, der Göttin der Liebe, geweiht. Die Myrte symbolisiert Fruchtbarkeit und Lebenskraft – was könnte man sich für ein junges Ehepaar Besseres wünschen? Bei der Braut findet man heutzutage die Myrte im Blumenkranz. Bei den Bräutigam und den engsten Angehörigen wird die Myrte als ein Steckzweig verwendet.

Zum Ende der Feier findet das Brautstraußwerfen statt. Dabei versammeln sich alle unverheirateten Frauen hinter der Braut. Diese wirft den Brautstrauß blind in die Menge. Wer den Strauß fängt, soll die nächste Braut werden. ♡